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09.10.13 @ 00:00

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Der größte Teil der Biogasanlagen in Deutschland erzeugt an möglichst vielen Stunden im Jahr Strom und speist ihn auf der Basis des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) ins Netz ein. Allerdings führt der zunehmende Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien im Stromnetz zu einer immer volatileren Strombereitstellung. Um diese Unregelmäßigkeit auszugleichen, nimmt die Bedeutung regelbarer Kraftwerke zu. Aus diesem Grund wurden im EEG 2012 Mechanismen verankert,  die Anlagenbetreiber mit Überkapazitäten dazu animieren, Strom einzuspeisen, wenn dieser besonders wertvoll ist.

Für den Anlagenbetreiber gibt es bei der bedarfsgerechten Stromerzeugung zwei Möglichkeiten: „Fahrplanbetrieb“ und „Bereitstellung von Regelenergie“.

Zum einen besteht für die Betreiber von dezentralen und stromproduzierenden Biomassekraftwerken die Möglichkeit, in den sogenannten Fahrplanbetrieb zu wechseln. Das heißt, daß Blockheizkraftwerke in Phasen geringen Strombedarfs ausgeschaltet sind, um dann zu Bedarfszeiten gezielt höhere Leistungen in das Stromnetz einzuspeisen und somit auch bessere Strompreise erzielen.Dafür erhalten die Biogasbetreiber die Flexibilitätsprämie, die als Investitionsbeihilfe beispielsweise für eine Leistungserweiterung durch ein neues Blockheizkraftwerk dienen soll.

Dieser finanzielle Zuschuß für die Bereitstellung einer höheren Leistungskapazität beträgt 130 Euro pro zusätzlich installiertem Kilowatt Bhkw-Leistung. Die technische Eignung der Biogasanlage zur Inanspruchnahme der Flexibilitätsprämie liegt vor, wenn die im EEG genannten Kriterien eingehalten werden und die sicherheitstechnischen Kriterien nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichVO) und Anlagenverordnung wassergefährdende Stoffe (VAwS) nachgewiesen sind.

Eine weitere Möglichkeit, die Einnahmen des Stromverkaufs zu erhöhen, besteht darin, die aus der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Elektrizität dem Stromvermarkter als sogenannte Regelenergie bereitzustellen.

Bei dieser systemstabilisierenden Dienstleistung paßt der Stromvermarkter selbst die Einspeiseleistung des Blockheizkraftwerks an, um Einspeiseschwankungen im Netz gezielt entgegenwirken zu können. Ziel des Netzbetreibers ist es, durch das Einspeisen von Regelenergie stabil zu halten. Allerdings wird den Betreibern von Biogasanlagen im Regelenergiemarkt keine Sonderstellung zugestanden:

Sie konkurrieren im freien Wettbewerb mit allen Marktteilnehmern – auch konventionellen Kraftwerken – und unterliegen dabei dem vollen Risiko von Marktpreisänderungen. Eine Preisgarantie wie bei der EEG-Einspeisevergütung besteht also nicht, allerdings können die Marktrisiken über die Kooperation mit einem Poolanbieter deutlich reduziert werden.

Detaillierte Infos zur Informationsveranstaltung, der Firmenkontaktbörse und der anschließenden Mitgliederversammlung:







Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergienutzung e.V.