FnBB Mitteilungen

in der Fachzeitschrift "energie aus pflanzen"

Unsere Vereinsmitteilungen erscheinen 6-mal im Jahr in der Fachzeitschrift "energie aus pflanzen"

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FnBB News Alter: 8 days

FnBB Vereinsmitteilungen in der "energie aus pflanzen" Ausgabe 4/2016


FnBB_EnAusPf_2016-4_MLR-Biogasberatung_Omnicert-C2C-Zertifizierung.pdf


Die IBBK Fachgruppe Biogas GmbH – Kooperationspartner der FnBB e.V. – ist jetzt eine vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden -Württemberg (MLR) anerkannte Beratungsorganisation für das Spezialmodul Biogas.

Dieses Modul wendet sich vorrangig an landwirtschaftliche Betriebe, die vor oder in der Entscheidung zur Weiterentwicklung ihrer bestehenden Biogasanlage stehen. Die formulierten Ziele der Beratung sind Ressourcenschonung durch den Ausbau und die Optimierung der Erzeugung erneuerbarer Energien, Reduzierung des Ausstoßes klimarelevanter Gase und die verstärkte energetische Nutzung landwirtschaftlicher
Reststoffe.

Im Rahmen des Maßnahmen- und Entwicklungsplans ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020 (MEPL III) können alle Betriebe der Landwirtschaft, des Garten-, Obst- und Weinbaus des Bundeslandes die Fördermaßnahme „Beratung landwirtschaftlicher Betriebe“ in Anspruch nehmen. Der MEPL III, dessen Grundlage die EU-Verordnung über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bildet, wurde im Mai 2015 von der EU-Kommission genehmigt. Mit der Weiterentwicklung des Beratungssystems in Form von 56 Beratungsmodulen (die von insgesamt 63 Beratungsorganisationen angeboten werden) möchte das Land Baden-Württemberg sicherstellen, daß alle landwirtschaftlichen Betriebe Zugriff auf eine qualitativ hochwertige, zeitgemäße und praxisorientierte Beratung haben.

Der Fokus liegt auf:
a) Fachlicher Unterstützung
• bei der Beurteilung der betrieblichen Weiterentwicklung im Hinblick auf folgende Aspekte: Substrate, Biodiversität, Nährstoff- und Gärrestmanagement, Nutzung und Vermarktung
• bei der individuellen ökonomischen Betrachtung
• bei der Auswahl der Investitionsmaßnahmen


b) Einhaltung der Anforderungen aus der ELER-Verordnung
• Förderung der Ressourceneffizienz
• Erhaltung und Verbesserung der biologischen Vielfalt

Das Land fördert die Inanspruchnahme des Spezialmoduls Biogas mit einem Satz von 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Höchstbetrag ist pro einzelbetrieblichem Beratungsvertrag auf 1.000 Euro gedeckelt. Bei Bedarf können dem Auftraggeber weitere Verträge bewilligt werden. Die Mehrwertsteuer wird nicht gefördert.

Bei der Durchführung dieser einzelbetrieblichen Maßnahme setzt die IBBK Fachgruppe Biogas GmbH folgende erfahrene und kompetente Beratungskräfte ein, die zur Sicherstellung der fachlichen Aktualität einer ständigen Fortbildungspflicht unterliegen:

• Michael Köttner, Geschäftsführer des IBBK und 2. Vorsitzender der FnBB e.V.
• Katrin Kayser, Projektingenieurin beim IBBK
• Achim Kaiser, Projektingenieur beim IBBK und Vorstandsmitglied der FnBB e.V.

Weitere Informationen zu der vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums geförderten Beratung finden Interessenten auf der Homepage des IBBK.

Achim Kaiser

www.mepl.landwirtschaftbw.de
www.biogas-zentrum.de


Gold-Zertifizierung von Omnicert für "cradle to cradle"-Prinzip bei Polymerverarbeiter Rehau AG + Co.

Das FnBB-Firmenmitglied Omnicert Umweltgutachter GmbH übergab auf der diesjährigen IFAT eine Gold-Zertifizierung für das Prinzip „cradle to cradle“. Omnicert war federführend für die Auditierung „Cradle-To-Cradle (C2C)“ und übergab das Zertifikat Ende Mai im Rahmen der IFAT in München an den im Familienbesitz befindlichen Polymerverarbeiter Rehau AG + Co. Für das Unternehmen ist das Thema Nachhaltigkeit bereits seit längerem fest in seinen Grundsätzen und seinem Handeln verankert. Dies zieht sich nahtlos durch alle Bereiche und erstreckt sich auch auf den Tiefbau. So konnte Rehau nun als erstes Unternehmen für zwei Kanalrohrsysteme der Reihe Awadukt (PP SN 10 und HPP SN 16) eine C2C-Zertifizierung mit Gold-Status erreichen. Beide Rohrsysteme wurden damit als „gesunde Produkte“ in das Cradle-To-Cradle Verzeichnis aufgenommen. Die Omnicert UmweltgutachterGmbH unterstützte das Unternehmen Rehau maßgeblich beim Zertifizierungsprozeß.


Kategorien von C2C

Im Gegensatz zu Öko-Labels, die lediglich einzelne Eigenschaften auszeichnen, verfolgt das C2C-Certified-Programm einen ganzheitlichen Ansatz zur Bewertung von Produkten und Herstellungsprozessen. Materialien und Herstellungsverfahren werden für jedes Produkt in fünf Kategorien bewertet. Um ein bestimmtes Level pro Kategorie zu erreichen, müssen die Anforderungen auf allen unteren Ebenen auch erfüllt werden.
• Gesunde Inhaltsstoffe: ausschließliche Verwendung von Materialien mit unschädlichen chemischen Inhaltsstoffen.
• Wiederverwendete Rohstoffe: Am Ende des Lebenszyklus werden alle verwendeten Materialien in biologische oder technische Kreisläufe rückgeführt.
• Erneuerbare Energien: Die benötigte Energie wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen und bestenfalls selbst am Produktionsstandort erzeugt.
• Wassermanagement: Für die Produktion benötigtes Wasser wird so effizient wie möglich verwendet und Abwässer so sauber wie möglich abgeleitet.
• Soziale Verantwortung: C2C strebt auch bei der Gestaltung der Arbeitsbedingungen in der gesamten Wertschöpfungskette die höchstmöglichen Standards an.

Die Investition in diese nachhaltige Zertifizierungsmaßnahme stellt einen enormen Wert für Unternehmen und Marken dar. Preise und Zeitrahmen des Zertifizierungsprozesses hängen von der Komplexität des Produktes, der Tiefe der Lieferkette und dem Zertifizierungslevel ab. Um mit Interessenten über die Kreislaufwirtschaft ins Gespräch zu kommen und deren Fragen zu beantworten, stehen kompetente Vertreter der Firma Omnicert auf zahlreichen Veranstaltungen
persönlich zur Verfügung.

Achim Kaiser


Link: www.umweltgutachter.de/veranstaltungen-und-termine


Grüne Abgeordnete und Energieexperten einig: EEG-Novelle schadet der Energiewende

Auf Einladung der energiepolitischen Sprecherin Jutta Niemann und des Bundestagsabgeordneten Harald Ebner trafen sich Ende Juli erstmals Energieexperten aus dem Landkreis Schwäbisch Hall zu einem Runden Tisch mit dem Thema „EEG – wie weiter mit der Energiewende?“. Unter ihnen waren Vertreter der Stadtwerke, von Bürgerenergieprojekten sowie weitere regionale Akteure aus dem Bereich erneuerbare Energien. Für die FnBB e.V. nahmen die Vorstandsmitglieder Michael Köttner und Achim Kaiser teil. Anlaß war die von der Großen Koalition in Berlin gerade im Eiltempo verabschiedete EEG-Reform.

Harald Ebner machte deutlich, daß die Gesetzesnovelle mit den Kernpunkten „Umstellung von Festvergütung auf im Rahmen von Bieterverfahren zu ermittelnde Vergütungssätze“, „jährliche Obergrenzen für den Zubau von regenerativen Kraftwerken“ und „weitere Befreiung von Industrieunternehmen von der EEG-Umlage“ im Bundestag im Hauruck-Verfahren beschlossen wurde und viele handwerkliche Fehler enthält. Die Runde war sich einig, daß nun ein neues Strommarktdesign auf den Weg gebracht werden muß. Die FnBB e.V. wird zusammen mit weiteren Organisationen im Winterhalbjahr mehrere Info-Veranstaltungen anbieten, die aufzeigen sollen, welche Zukunftsperspektiven sich für kreislauforientierte, ökologisch geprägte und systemdienliche Biogasanlagen ergeben können.

Achim Kaiser



Fördergesellschaft für nachhaltige Biogas- und Bioenergienutzung e.V.