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13.08.14 @ 19:41

Chancen für Japans Dörfer. Nach Fukushima wird die Frage nach alternativen Energien immer lauter.

Eine Delegation japanischer Bürgermeister informierte sich in Kirchberg über Möglichkeiten zur Energiewende. Die FnBB hatte den Gastbesuch organisiert.


Von Hartmut Volk. Im Rahmen ihrer dreitägigen Deutschlandreise machten die 23 Bürgermeister der Vereinigung „Utsukushii Mura“, zu deutsch der „schönsten Dörfer Japans“, auch für einen halben Tag in Kirchberg halt. Beim Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Stefan Ohr überbrachte Präsident Sashoti Hamada ein Grußwort der Vereinigung aus 54 Dörfern, die sich durch ihren attraktiven Gesamteindruck und die Pflege der eigenen Kultur und Tradition auszeichnen.

 

Die gemeinnützige Organisation verfolgt die Ziele „Unabhängigkeit der ländlichen Gegend“ und „Zufriedenheit der Dorfbewohner“, wie es in ihrer Presseerklärung heißt. Dabei sei auch die Landwirtschaft sehr herausgefordert, berichtete der deutsche Begleiter der Studienreise, Tilo Schmid-Sehl, der in Japan eine Firma zur Förderung erneuerbarer Energien gründete. Eine große Landflucht und der Druck der Weltmarktöffnung stelle die Zukunft der japanischen Dörfer in Frage. Um neue Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen und weiterhin einen attraktiven Lebensraum in ländlichen Regionen anzubieten, wolle man prüfen, welche Möglichkeiten die Nutzung von regenerativen Energiequellen dafür bietet.

 

Die Stadt Kirchberg gilt hierbei mit ihrem Strommix von sechs Wasserkraftanlagen, vier Wind rädern, drei Biogasanlagen und etlichen Hektar Photovoltaikfläche als Vorreiter und erzeugt damit mehr Strom als sie verbraucht. Darauf hatte Bürgermeister Ohr auch schon am Vormittag im Rathaus mit berechtigtem Stolz hingewiesen. Vor ihrer Weiterfahrt ins fränkische Merkendorf besuchte die Gruppe noch das Kirchberger Büro des Filmfördervereins „Energiewende Hohenlohe“.

 

Dort begrüßte der Vorstandsvorsitzende Radek Pernicky die Gäste zum Kaffee, und Carl A. Fechner, der Produzent und Regisseur des international viel beachteten Dokumentarfilms „Die vierte Revolution – Energie-Autonomie“, präsentierte sein aktuelles Filmprojekt „Change! Ein Deutsches Energiemärchen“. Es soll am Beispiel der Modellregion Hohenlohe veranschaulichen, daß durch die Mobilisierung und Vernetzung einer breiten Basisbewegung eine hundertprozentige und dezentrale Versorgung aus erneuerbaren Energien möglich ist.

 

Die Bürgermeister-Delegation aus Fernost verließ die Region Hohenlohe mit nützlichen Kontaktadressen für eine mögliche künftige Zusammenarbeit und gut versorgt mit Impulsen, die in Japan helfen können, das Bewußtsein für alternative Energien zu stärken.







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