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05.11.12 @ 10:23

Großes Interesse an kleinen Biogasanlagen - Fortsetzung der erfolgreichen Betreibertreffen Kleinanlagen am Donnerstag, 8. Nov 2012

Bericht der letztjährigen FnBB Info-Veranstaltung Nov 2011


???Unter welchen Bedingungen und für welche Betriebe rechnen sich kleine Biogasanlagen bis 75 kW elektrische Leistung???? hie?? der Titel des Beitrags von Manfred Dederer.

Michael Köttner, Vorsitzender der FnBB e.V., begrü??te die Teilnehmenden und stellte das Projekt Bioenergy Farm vor, das einen ??berblick über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Bionergieprojektes verschafft.

Berechnung mittels geeigneter Software, dem sogenannten Online Scan, und gezielter Betreuung durch Experten aus dem Vereinsumfeld unter www.biogas-rechner.de

??ber hundert Teilnehmer aus insgesamt neun Bundesländern und dem benachbarten Ausland (Luxemburg, ??sterreich, Schweiz) in der Stadthalle von Kirchberg/Jagst

Abgerundet wurde die Tagung durch eine parallel stattfindende Ausstellung, bei der neun Firmen ihre Produkte und Dienstleistungen dem interessierten Publikum vorstellten.

Die Mittagspause nutzten alle Teilnehmer ausgiebig zum Erfahrungsaustausch und zum Besuch der Firmenausstellung.

Michael Köttner bedankte sich bei den Ausstellern, insbesondere den FnBB-Mitgliedsfirmen Bio4Gas Express GmbH, NQ Anlagentechnik GmbH und Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH

Die Firma Green Energy Max Zintl GmbH stellte ihre Vorgehensweise bei der individuellen Planung von kleinen Gülleanlagen vor und betonte, dass jede landwirtschaftliche Hofstelle anders ist, was bei der Integration der Biogasanlage in den bestehenden Betrieb ein wichtiger Aspekt ist.

Gut besucht war die Info-Veranstaltung zu kleinen Biogasanlagen.

Die Präsentationen können von Mitgliedern der FnBB e.V. kostenlos als PDF-Datei bei Achim Kaiser angefordert werden. E-Mail: a.kaiser ( a t ) biogas-zentrum.de

Ende November 2011 veranstaltete die FnBB im Rahmen des EU-Projektes Bioenergy Farm bereits zum zweiten Mal in 2011 einen Infotag zu landwirtschaftlichen Biogasanlagen.

Da im Sommer 2011 die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verabschiedet wurde und in der neuen Fassung die Güllekleinanlagen ausdrückliche Beachtung finden, waren diese Anlagen zentrales Thema der Veranstaltung.


Zusammenfassung der Vorträge:

Johann Sedlmeier berichtete von seinen langjährigen Erfahrungen mit kleinen landwirtschaftlichen Gülleanlagen, die er bei der Leitung der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf erlangte. Sedlmeier stellte aufschlußreiche Versuchsergebnisse mit starkem Praxisbezug vor.

Viel Nachdruck legte er zum Beispiel auf die Erkenntnis, daß auch Anlagen, die mit einem hohen Gülleanteil betrieben werden, nicht "von alleine" laufen und daß tierische Exkremente eher schwierige Substrate sind, was die Einschätzung der Energieausbeute betrifft.


Manfred Dederer vertrat die Meinung, daß die Wirtschaftlichkeit kleiner Anlagen gemäß EEG eine jährliche Mindestmenge von 4.000 Tonnen Gülle oder Festmist voraussetzt und aufgrund der komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen eine sorgfältige fachliche Planung unabdingbar ist.

Dederer meint, daß eine Kleinanlage für einen großen Tierhaltungsbetrieb eine Ergänzung darstellen kann - allerdings wirtschaftlich nicht in der Lage ist, eine Erweiterung des gesamten Betriebes zu ersetzen.


Richard Mair, Vorsitzender des Vereins Renergie Allgäu konnte den Zuhörern verdeutlichen, daß das geschlossene Auftreten einer Interessensgruppe die Verhandlungsposition der Gruppe generell stärkt. Durch vielschichtige Vermittlung von Informationen verfolgt der Baukreis das Ziel, Planungs- und Baufehler zu vermeiden.


Gabriele Dyckhoff aus München ist seit etwa 15 Jahren als Fachplanerin für landwirtschaftliche Biogasanlagen und seit kurzem auch im Verkauf von Einzelkomponenten in der Szene aktiv.

Sie berichtete über technische Anforderungen, die an eine Anlage gestellt werden, sowie über Auflagen, welche die Genehmigung und den Anlagenbau betreffen. Dyckhoff meint, daß zunehmende Anforderungen an die Gesamtanlage des Fahrsilos gestellt werden.

Bei der Projektentwicklung von Kleinanlagen, die zum größten Teil mit Gülle beschickt werden und auf landwirtschaftlichen Betrieben stehen, stellt sich für die Bauwilligen immer öfter die Frage: Reichen die bereits bestehenden Fahrsilos auch für den zusätzlichen Bedarf an Lagervolumen für die Biogassubstrate aus?


Als Referent aus der Wissenschaft trug Volker Aschmann von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) aus Freising vor:

Er berichtete über die Auswertung von Betriebsergebnissen kleiner Bhkws (Blockheizkraftwerke) mit einer elektrischen Leistung bis zu 75 Kilowatt. Den Einfluß der Einstellung eines BHKW Motors auf die Anlage verdeutlichte er mit folgender These:

Sinkt der Wirkungsgrad um zwei Prozentpunkte, benötigt die Anlage eine größere Substratmenge, um die gleiche elektrische Energie wie zuvor zu erzeugen. Handelt es sich beim eingesetzten Substrat um Silomais, wäre eine um zwei Hektar größere Anbaufläche nötig, um jährlich die gleiche Strommenge zu produzieren.


Im abschließenden Themenblock kamen Praktiker unterschiedlicher Anlagensysteme zu Wort.

Christian Deterding, der in der Nähe von Hannover einen Bioland-Betrieb bewirtschaftet, stellte seine langjährigen Erfahrungen vor. Das Herzstück seiner Anlage sind drei gasdichte Garagenfermenter, die diskontinuierlich befüllt und entleert werden.

Als Substrate setzt Deterding Festmist, Kartoffelabfälle, Kleegrassilage, Stroh und Zwischenfrüchte ein. An seiner Anlage schätzt er besonders, daß sich deren Betrieb reibungslos in den landwirtschaftlichen Arbeitsalltag einfügen läßt. Zudem ist die Anlage Teil eines geschlossenen Kreislaufs, der ohne Substratzukauf auskommt, die überschüssige Wärme intern nutzt und in dem der Gärrest als Dünger genutzt wird.


Norbert Sauter (Sauter Biogas GmbH) nannte Substratflexibilität und geringen Eigenstromverbrauch als Vorteile von SB-Mini-Anlagen. Statt eines Rührwerks wird eine Sprühdüse für die nötige Vermischung im Fermenter verwendet:

Das Substrat wird aus dem unteren Teil des Gärbehälters mit einer Homogenisierungspumpe gepumpt und mittels eines Wärmetauschers erwärmt, bevor es durch eine über dem Flüssigkeitsspiegel angebrachte Sprühdüse wieder in den Fermenter
zurückgelangt. Agraringenieur Sauter ist der Schichtenbildung überzeugt, die so während des Gärprozesses entsteht und die Grundlage für ein aktives und stabiles Milieu ist.


Martin Frank aus Künzelsau ging ursprünglich 1988 mit seiner Anlage in Betrieb. Derzeit ist die Anlage auf dem aktuellen Stand der Technik und bezüglich der Ausstattung überhaupt nicht mehr mit der ursprünglichen Anlage vergleichbar.


Programm:

  • Begrüßung und Vorstellung der FnBB e.V. und des EU-Projektes BioEnergy Farm
    Michael KÖTTNER (Vorsitzender der FnBB e.V., Kirchberg-Weckelweiler)

  • Langjährige Erfahrungen mit kleinen landwirtschaftlichen Gülleanlagen (Eigenheiten von Gülle und Festmist und die daraus resultierenden Anforderungen an die Verfahrens- und Fermentertechnik);
    Johann SEDLMEIER (freier Mitarbeiter der EBA-GmbH, Triesdorf-Weidenbach)

  • Unter welchen Bedingungen und für welche Betriebe rechnen sich kleine Biogasanlagen bis75kW elektr. Leistung;
    Dr. Manfred DEDERER (Staatliche Biogasberatung, Bildungszentrum Boxberg)

  • Einkaufsgemeinschaften und fachliche Betreuung für Kleinbiogasanlagen - standardisiert  und/oder betriebsangepasst;
    Richard MAIR (erster Vorsitzender der renergie allgäu e.V., Kempten)

  • Von der Idee zur Verwirklichung - Die standortangepasste und nach dem "Bauherrenmodell" erstellte kleine Hofbiogasanlage;
    Gaby DYCKHOFF (Planung und Beratung, München)

  • Individuelle Planung von kleinen Gülleanlagen - Komponentenauswahl, Genehmigungsverfahren, Baubetreuung;
    Max ZINTL (Biogas Fachberatung Zintl, Themenreuth)

  • BHKW bis 75 kWelektr.: Erfahrungen aus der (Mess-) Praxis (Marktübersicht, Wirkungsgrade, Standzeiten, Emissionen);
    Volker ASCHMANN (Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft LfL, Freising)

  • Fermentation stapelbarer Biomasse in bäuerlichen Biogasanlagen - Das DeNaBa-System
    Christian DETERDING (Naturenergieanlagen Deterding, Wiedensahl)

  • SB-Mini - Die 75kW-Anlage zur Vergärung von Gülle, Festmist und sonstigen Reststoffen
    Norbert SAUTER (Sauter Biogas, Klipphausen)

  • Praktikerbericht: Über zwei Jahrzehnte Erfahrung beim Betrieb einer kleinen Biogasanlage im Ökolandbau;
    Martin FRANK (Hofladen Frank GbR, Künzelsau)






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